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Anwalt für Steuerrecht in Berlin - Steuerfalle Elterngeld - Wie wirkt sich der Progressionsvorbehalt aus?

Bezieher von Elterngeld in 2011 könnten demnächst mit Erhalt des Steuerbescheids eine böse Überraschung erleben, denn in vielen Fällen steht eine beträchtliche Steuernachzahlung ins Haus. Das Elterngeld ist als Lohnersatzleistung zwar steuerfrei, erhöht jedoch den Steuersatz für die übrigen steuerpflichtigen Einkünfte, sog. Progressionsvorbehalt.

Seit 01.01.2007 wird in Deutschland für geborene Kinder bis zu 14 Monate lang ein vom Einkommen abhängiges Elterngeld von 300 EUR bis 1800 EUR pro Monat gezahlt. Das folgende Beispiel zeigt die unterschiedliche steuerliche Belastung, je nachdem, wann das Kind in 2011 zur Welt gekommen ist, bei sonst gleichen Bedingungen, nämlich:

Bruttoarbeitslohn des Ehemannes: 30.000 EUR, Lohnsteuer in Steuerklasse 3: 1568 EUR, zu versteuerndes Einkommen1 (zvE1): 24.500 Euro, Elterngeld der Ehefrau: 600 EUR pro Monat.

a) Kind kam im Januar 2011 zur Welt

zvE1=24.500 EUR, Elterngeld=7.200 EUR, zvE2=31.700 EUR, Steuer Splittingstabelle=3242 EUR, Durchschnittssteuersatz=Steuer Sp.-tabelle x 100 % / zvE2=10,23 %, ESt für zvE1 mit 10,23 %=2506 EUR abzgl. gezahlter LohnSt=1568 EUR. Somit Steuernachzahlung in 2012= 938 EUR.

b) Kind kam im Dezember 2011 zur Welt

zvE1=24.500 EUR, Elterngeld=600 EUR, zvE2=25.100 EUR, Steuer Splittingstabelle=1648 EUR, Durchschnittssteuersatz=Steuer Sp.-tabelle x 100 % / zvE2=6,57 %, ESt für zvE1 mit 6,57 %=1609 EUR abzgl. gezahlter LohnSt=1568 EUR. Somit Steuernachzahlung in 2012= 41 EUR.

Die Differenz der Steuernachzahlung beträgt rund 900 EUR.

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