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Anwalt für Steuerrecht in Berlin - Sonderausgabe Krankenversicherung - Welcher Versicherungshöchstbetrag gilt?

Gemäß § 10 EStG (Einkommensteuergesetz) können Beiträge zu Krankenversicherungen (KV) und Beiträge zu den gesetzlichen Pflegeversicherungen als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt werden. Diese Sonderausgaben sind der Höhe nach jedoch begrenzt. Der Versicherungshöchstbetrag beträgt seit 01.01.2010:

a) 1900 EUR bzw. 3800 EUR (zusammenveranlagte Ehegatten)

Für Steuerpflichtige, die einen steuerfreien Zuschuss zur KV oder eine Beihilfe im Krankheitsfall erhalten, also: Angestellte; Beamte; Pensionäre; Rentner; mitversicherte Familienangehörige; Künstler und Publizisten, die über die Künstlersozialkassen versichert sind; vom Jugendamt bezahlte selbstständige Tagesmütter.

b) 2800 EUR

Für Steuerpflichtige, die ihre KV-Beiträge selbst finanzieren, also: Selbstständige; Ehepartner von Beamten ohne eigenen Beihilfeanspruch; Minijobber ohne Versicherung über die Familie, bei denen der Arbeitgeber nur eine Pauschale abführt.

Zu beachten ist, dass die Versicherungsbeiträge nicht nur der Höhe nach begrenzt sind, sondern dass es auch nicht absetzbare Beiträge gibt, wie: Anteile im KV-Beitrag, die für Krankengeld aufgebracht werden. Hier wird eine Kürzung der absetzbaren Beiträge um pauschal 4 % vorgenommen. Weiter werden nicht berücksichtigt sog. Leistungen, die nicht zur Basisabsicherung gehören. Dazu zählt z. B.: die Chefarztbehandlung, das Krankenhaus-Einzelzimmer oder zusätzliche Leistungen bei Zahnersatz. Ferner werden nicht berücksichtigt: Beiträge für eine private Versicherung bei einer Auslandsreise sowie Beiträge für Krankentage- oder Krankenhaustagegeld.

Auf der anderen Seite sind der Sonderbeitrag von 0,9 %; die Zusatzbeiträge und der Pflegeversicherungszuschlag für kinderlose Personen von 0,25 % von der Steuer absetzbar.

Sollten die obigen Beträge nicht ausgeschöpft werden, so können auch Beiträge zu anderen Versicherungen herangezogen werden. Liegen die Beiträge unter den Höchstbeträgen zur Basiskranken- und Pflegeversicherung, dann kann der noch offene Betrag mit anderen Beiträgen bis zur Höchstgrenze aufgefüllt werden, z. B. Beiträge zur Unfallversicherung oder zur Haftpflichtversicherung. Überschießende Beiträge können dann aber nicht mehr berücksichtigt werden und verfallen, da es sich ja um Sonderausgaben handelt, die nur im Jahr der Anfallung in die Steuerberechnung einfließen.

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